Steigender globaler Kohlebedarf und Kohleausstieg in Deutschland

Mit einer globalen Abnahme des Kohlebedarfs ist in den nächsten Jahren nicht zu rechnen. Im IEA-Bericht 2022 war bereits ein künftiges Allzeithoch vorhergesagt. Die aktuelle IEA-Prognose 2026 [1] zeichnet ein recht interessantes Bild:

  • Der weltweite Stromverbrauch wird 2026–2030 im Mittel um 3,6 % pro Jahr steigen. Rechenzentren sind dabei ein wichtiger, aber global gesehen nicht der größte Treiber.
  • Der Stromverbrauch von Rechenzentren soll sich ungefähr von 415 TWh (2024) auf rund 945 TWh (2030) mehr als verdoppeln. Rechenzentren brauchen nicht nur viel Energie, sondern rund um die Uhr zuverlässige Stromversorgung. Wind und Sonne scheiden für deren Versorgung folglich aus.
  • Kohle bleibt kurzfristig wichtig, insbesondere dort, wo neue Rechenzentren auf Netze mit hohem Kohleanteil treffen. Die IEA erwartet aber, dass weltweit Erneuerbare, Gas und Kernenergie den zusätzlichen Strombedarf bis 2030 insgesamt abdecken und die Kohleverstromung leicht zurückgeht. Gleichwohl geht IEA davon aus, dass Gas und Kohle zusammen bis 2030 mehr als 40 % des zusätzlichen Strombedarf der Rechenzentren decken werden.

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Kohle ist vorerst nicht zu ersetzen

Kohle, Öl und Erdgas waren und sind das Herz der industriellen Entwicklung. Ihnen verdanken wir unseren Lebensstandard. Seit Bestehen der – bis zum heutigen Tage unbewiesenen- Hypothese, dass das vom Menschen durch Verbrennung der Kohle erzeugte CO2 zur Erderwärmung beiträgt, wird Kohle wie ein Relikt behandelt. Ein Relikt, das durch die Energiewende möglichst schnell aus der Welt zu schaffen ist. Begrenzung der Erderwärmung auf möglichst 1,5 OC ist das erklärte Ziel seit der Weltklimakonferenz Paris 2015. Asiatische Staaten und die USA halten sich nicht daran. Gesicherte Energieversorgung hat bei ihnen Vorrang. Global steigt die CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre stetig an. Die von der UN geforderten CO2-Einsparungen sind derzeit und in den nächsten Dekaden in Sinne des Klimaschutzes global deutungslos.

Für Lars Schernikau, ein Energieökonom, Unternehmer, Rohstoffhändler und Buchautor, ist der natürliche Energieträger noch lange unverzichtbar:

„Der weltweite Kohleverbrauch ist definitiv nicht zurückgegangen, ganz im Gegenteil, er ist nur von etwa 6 Milliarden Tonnen im Jahr 2008 (als ich mein erstes Buch über Kohle „The Renaissance of Steam Coal“ schrieb) auf heute etwa 9 Milliarden Tonnen gestiegen. Ganz zu schweigen vom Kohlehandel per Schiffsversand, der sich fast verdoppelte! Die Frage ist also nicht, ob Kohle verschwindet, wie uns gesagt wurde, sondern ob wir auf diesen nützlichen schwarzen Stein überhaupt verzichten können. Unsere materielle Welt wird von ihm angetrieben.

Nur zu gern wollen wir in einer „sauberen“ digitalen Welt mit all unseren Geräten, Apps, KI und Cloud-Speicher leben, aber unsere physische Welt ist nicht verschwunden und sollte ebenfalls in Betracht gezogen werden.

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Kohle NEIN in Deutschland – Kohle JA in den USA

Parteien, die nach der Bundestagswahl die Regierung stellen werden, werden nach deren Regierungsprogrammen weiterhin zu den Pariser Klimazielen stehen und die Erneuerbaren „konsequent“ (Union) nutzen. Deren weiterer Ausbau ist also vorprogrammiert. Auch wenn die Erneuerbaren inzwischen mit im Mittel über 50 Prozent zur Stromversorgung und gar stundenweise zur Überdeckung („Hellbrise“) des Strombedarfs beitragen, sie liefern gleichwohl Flatterstrom und sind daher nicht grundlastfähig. Es gab vor wenigen Monaten kritische Momente mangelnder Netzstabilität. Die Stromerzeugung durch Kohle- und/oder Gaskraftwerke ist somit für eine sichere Stromversorgung unverzichtbar.

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Zunahme von Kohlekraftwerken, vergesst Netto-Null

Im April 2021 versprach der chinesische Präsident Xi Jinping, „Kohlekraftwerksprojekte“ in China „streng zu kontrollieren“. Seitdem sind die staatlichen Genehmigungen für neue Kohlekraftwerke sprunghaft angestiegen. In den zwei Jahren danach stieg die Zahl neu genehmigter Kohlekraftwerke auf 182 mit 131 Gigawatt. Kurz gesagt, Chinas neue Kohlekraftwerkskapazität hat sich mehr als verdoppelt.

Auch Indien versucht, den unterirdischen Kohlebergbau wiederzubeleben. Um den schnell wachsenden Energiebedarf des Landes zu decken, ignoriert Indien den internationalen Druck, die Nutzung des umweltschädlichen fossilen Brennstoffs schrittweise zu reduzieren.

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Die globale Kohlenachfrage unterläuft die Netto-Null-Bemühungen

In Deutschland: Raus aus der Kohle, Abschaffung des Verbrennungsmotors und hin zum E-Auto, Energieeinsparung bei Gebäudeheizungen, Kohlenstoffdioxid-Reduktionen um jeden Preis mit der Folge steigender Strom- und Energiekosten wie auch auf Kosten der Stromversorgungssicherheit.

Zur globalen CO2-Reduktion in der Atmosphäre tragen diese Maßnahmen nicht bei, sie schaden uns wirtschaftlich.

Die Internationale Energieagentur-IEA [1] prognostiziert eine mindestens dreijährige steigende Nachfrage nach Kohle, nur wenige Wochen, nachdem sich die Staats- und Regierungschefs der Welt bei den Klimaverhandlungen in Glasgow nicht auf einen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffquelle einigen konnten.

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Warum COP 26 die Erwartungen nicht erfüllen wird

Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat eine Tonne Importkohle mehr gekostet wie aktuell. Regierungen und Versorgungsunternehmen auf der ganzen Welt sind bereit, Rekordsummen zu zahlen, um den Strom- und Wärmebedarf zu decken. Das ist die bittere Realität, der sich die Staats- und Regierungschefs der Welt bei den Klimaverhandlungen in Glasgow in Kürze stellen müssen. Die Hoffnungen auf ein Abkommen schwinden, um die Abhängigkeit der Welt vom „schmutzigsten“ Brennstoff zu beenden.

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Rekord-Kohlepreise am Weltmarkt belegen die Aussichtslosigkeit der Klimaziele

Die Kohlepreise haben sich seit dem letzten September vervierfacht, was die weitere Nutzungsdauer dieses Brennstoffs unterstreicht.

Von Michael Tamvakis [1]
Übersetzung von Dr. Günter Keil
Erst seit einigen Tagen hat der neueste Bericht AR6 des IPCC (Weltklimarat) auf die Folgen eines (Anm.: …angeblich) vom Menschen verursachten Klimawandels hingewiesen.

Im Zentrum dieser Warnung durch UN-Generalsekretär Antonio Guterres und durch die für den Bericht verantwortlichen Wissenschaftler steht die Forderung einer starken Reduzierung der Kohlenutzung bei der Stromerzeugung.
Doch bereits vor dieser Veröffentlichung – und nicht in den Schlagzeilen der Mainstream-Nachrichten zu finden – erfolgte in Juni ein stetiger Anstieg der Kohlepreise von zunächst 100 US-Dollar pro Tonne bis auf über 130 US-Dollar Mitte Juli. Und heute auf über 170 US-Dollar. Das ist nahezu das Vierfache des Preises vom vergangenen September.

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Asiens Energiewende: Asiatische Staaten wollen über 600 neue Kohlekraftwerke bauen

von Johannes Eisele AFP (Kuala Lumpur)  30.6.2021
Think Tank Carbon Tracker (Kohle-Kontrolle)[1]
Übersetzt von Günter Keil

Fünf asiatische Länder sind für 80 Prozent der neuen weltweit geplanten Kraftwerke  verantwortlich. Deren Projekte bedrohten die Ziele einer Bekämpfung der Klimakrise, warnte ein Bericht (des o.g. Think Tanks) am Mittwoch, 30.6.2021.
China, Indien, Indonesien, Japan und Vietnam planen den Bau von mehr als 600 Kohlekraftwerke, teilte der Think Tank Carbon Tracker am Mittwoch mit.
Diese Stromerzeuger werden imstande sein, eine energetische Gesamtleistung von 300 GW (300.000 Megawatt) zu erzeugen, was etwa der gesamten Stromerzeugungs-Kapazität Japans entspricht.

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Hat die Kohle Zukunft? Ein Fachmann berichtet

Der deutsche Strommix setzte sich 2019 zu 46% aus erneuerbaren Energien und zu 54% aus konventionellen Energieträgern zusammen. Der konventionelle Energiemix besteht aktuell aus Stein- und Braunkohle, Erdgas, Kernkraft (Abb.).

Strommix Deutschland 2019

Der Kernenergiebeitrag ist fast 14 %, der Kohlebeitrag fast 30 %. Mit Kernenergie ist, trotz CO2-freier Stromerzeugung 2022 Schluss, bis 2038 soll auch die Kohle nicht mehr zur Stromerzeugung herangezogen werden. Für die Stromerzeugung stehen dann ausschließlich die erneuerbare Energie und das Erdgas zur Verfügung. Erstere ist, da überwiegend wind- und sonnenabhängig, anerkanntermaßen nicht grundlastfähig. Bliebe nur das teure importierte Erdgas, vorwiegend aus Osteuropa, zur sicheren Stromerzeugung. Was Deutschland mit dieser Energiepolitik an CO2-Emissionen einspart, ist so viel wie ein Tropfen auf dem heißen Stein, global also nicht erkennbar. Da politisch der völlige Verzicht auf fossile Energiequellen zur Stromerzeugung angestrebt wird (Decarbonisierung), laufen wir einer höchst fragwürdigen und unsicheren Stromerzeugung entgegen.

Das Thema „Die Zukunft von Energie und Kohle“ ist von entscheidender Bedeutung, insbesondere in einer Zeit, in der die westlichen Volkswirtschaften mit einer zweiten Welle zu kämpfen haben und die industriellen und persönlichen Auswirkungen von Covid19 berücksichtigt werden.

Bitte nehmen Sie sich 30 Minuten Zeit, um die Keynote-Präsentation von Dr. Lars Schernikau auf der Coaltrans-Konferenz in diesem Jahr online zu sehen: <https://youtu.be/T6PEyEPirik>

 

Kohle bleibt Hauptenergiequelle im globalen Energiesystem

Ungeachtet eines fehlenden stichhaltigen und allgemein anerkannten wissenschaftlichen Beweises über die Wirkung des Kohlenstoffdioxids CO2 auf das globale Wettergeschehen verpflichteten sich bis auf China, Indien und die USA (durch Vertragskündigung) alle übrigen teilnehmenden Staaten an der Pariser Klimakonferenz von 2015, Maßnahmen zur CO2-Einsparung zu ergreifen, um die mittlere Globaltemperatur unter 2 0C, besser noch 1,5 0C zu halten. Dem liegt die unbewiesene These zugrunde, dass das vom Menschen durch Verbrennung erzeugte CO2 den Klimawandel verursacht. Wird es zu einer CO2-Einsparung kommen?

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